Multifunktions-Sportplatz Kellinghusen

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Durch das Verbot in den Hinterhöfen der Wohnsiedlung in der Danziger Str. und Mühlhausener Str. nicht mehr bolzen zu dürfen kam bereits im Jahr 2008 der Wunsch einer Gruppe von etwa 20 Kindern (8-16 Jahre) auf, einen Platz zum Bolzen in der Nähe zu haben. Eine Alternative waren für kurze Zeit gekaufte Tore auf dem nahegelegenen Spielplatz Breslauer Str. Dort beschwerten sich viele Anlieger über aufkommende Lautstärke, Bälle suchende Kinder und einiges mehr. Der Platz wurde gemieden, die Tore weggeschafft. Eine weitere Gruppe von etwa 20 Jugendlichen und jungen Erwachsenen (16-22 Jahre) forderte den Stadtjugendpfleger Ende 2009 nach einem Bolzplatz.

Diese jungen Menschen waren zum Teil strafauffällig geworden, waren sozial auffällig oder kamen in den Vereinen nicht unter, bzw. konnten sich nicht unterordnen. Die Stadt gewährte eine Hallenzeit von einer Stunde in der Woche. Seit dieser Zeit findet jeden Donnerstag mit dem Stadtjugendpfleger ein Fußballtreffen statt. Diese Gruppe wünschte sich dann im Sozialausschuss und in der Ratsversammlung eine Multifunktionsanlage. Im Freizeitbereich kicken zu können und nicht abhängig zu sein von festen Zeiten, so ist der Wunsch.
Basketball spielen auf dem Schulhof wurde untersagt, der einzige Korb in der Stadt durfte nicht mehr genutzt werden. Eine Gruppe von etwa 10 Basketballern wünscht sich seit etwa einem Jahr eine freie Fläche. Sie haben als Entschädigung ebenfalls eine Hallenzeit von einer Stunde erhalten. Hier ist der Wunsch nach einem festen Korb und einer freien Zeit ebenfalls groß.

Projektbeschreibung
Die Stadt Kellinghusen plant mit der Maßnahme die Erstellung einer Multifunktionsanlage für den Sportbetrieb auf dem Grundstück des Schulverbandes Kellinghusen, zwischen dem Kindergarten „Wilde 13“ und der Sporthalle der Gemeinschaftsschule. Die Anlage eignet sich für die Durchführung der Sportarten Fußball, Handball und Basketball und ist den Kindern und Jugendlichen ganztägig zugänglich.Die Anlage wird als Fertigkonzept aufgestellt und beinhaltet die Gitterumrandung, umlaufende Banden mit geräuscharmen Abstandhaltern und 2 Toranlagen. Die Spielfeldmaße betragen 18,70 m x 14,40 m. Es stehen somit insgesamt 270m² zur Verfügung. Begehbar ist die Anlage durch insgesamt 4 Zugänge (2 x Tor- und 2 x Seitenbereich).

Das Material besteht aus umlaufenden feuerverzinkten und pulverbeschichteten Gitterrostelementen und entsprechenden Stahlrohrpfosten. Die Befestigung der Elemente an den Stahlpfosten erfolgt mittels Kautschukteil, um Lärm und Vibration zu reduzieren. Ein schalltechnisches Gutachten der Firma liegt vor.Der Spielfeldbelag ist aus Kunstrasen oder Kunststoffboden. Der Kunststoffbelag besteht aus einer gebundenen Tragschicht, wasserdurchlässig, einlagig gem. DIN V 18035-7 und einer Mindestdicke von 5,0 cm, sowie einer abschließenden Kunststoffoberfläche in Höhe von 2,0 cm.

Zu den vorbereitenden Arbeiten des Platzes gehören:

  • Auskofferung: Erdreich lösen, aufnehmen und abfahren
  • Unterbau herstellen: Schottertragschicht liefern, einbauen und verdichten
  • Feinschicht: liefern und einbauen
  • Randeinfassung: Betonkantensteine 5/20/100 cm liefern und auf Beton mit Rückenstütze versetzen
  • Herstellen der Köcherfundamente nach Angaben des Herstellers

Projektziele

  • Kindern und Jugendlichen der Stadt wird die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung in der Freizeit gegeben
  • Kindern und Jugendlichen der Stadt wird ein jeder Zeit zugänglicher Treffpunkt gegeben
  • Kinder und Jugendliche übernehmen Verantwortung für den Platz
  • die Multifunktionsanlage bietet die Möglichkeit Trendsportarten (Fuß-, Hand- und Basketball) auszuführen und zu üben
  • Bessere Akzeptanz der sportlichen Aktivitäten innerhalb der Stadt durch räumliche Trennung zu Wohnräumen
  • Möglichkeit der Nutzung der Anlage durch Vereine und Schule

Projektdetails

  • Antragsteller: Stadt Kellinghusen
  • Trägerschaft: Öffentlich
  • Projektkosten (Euro): 65.000,00
  • Fördersumme (Euro): 30.042,02
  • Zeitraum: 2011

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