Barrierefreiheit Schloßinsel Barmstedt

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Die Machbarkeitsstudie zur Gestaltung der Schlossinsel wurde bereits über die AktivRegion gefördert. Als Maßnahmen zur Umsetzung und Verbesserung der Situation auf der Schloßinsel soll die Schloßinsel barrierefrei gestaltet werden.

Die Schlossinsel als ein Teil der Attraktionen am Rantzauer See in Barmstedt ist ein wichtiger Anziehungspunkt für Naherholungssuchende im nördlichen Hamburger Umland.

Besucher der Schlossinsel haben bekanntermaßen auch einen belebenden Einfluss auf die Innenstadt und die weiteren Attraktionen wie z. B. das historische Ensemble um die Kirche.

Auf der Schlossinsel gibt es ein kulturelles Angebot mit Museum und Galerie und es wird eine attraktive Gastronomie geboten, die mit dem Gefängniscafé den Erwartungen der Besucher gerecht wird. Geschätzt wird offensichtlich der Aufenthalt inmitten einer naturnah gestalteten Umgebung, die Ruhe und Idylle bietet.

Die große Herausforderung ist es in einem historischen und denkmalgeschützten Ensemble, die Attraktionen in der vorhandenen Idylle auch für eine Nutzbarkeit durch Besucher mit Handicap umzugestalten. In einer intensiven Abstimmungsphase wurde an Lösungen gearbeitet, die sich im vorgelegten Antrag konkretisiert haben.

Die nachhaltige Entwicklung der Schlossinsel erfordert es jetzt, sich auf die heutige Besucherstruktur einzustellen. Erholungssuchende sind zunehmend auf eine behindertengerechte Ausgestaltung angewiesen, dazu gehört die Befahrbarkeit mit Rollator und ähnlichen Hilfsmitteln und stolperfreie Wegebeziehungen. Wichtig sind auch Ruhepunkte – seniorengerecht - und Bänke bei denen z.B. durch Armlehnen ein sicheres Wieder Aufstehen möglich ist. Als Ziel wird ein Bündel umsetzungsfähiger und nachhaltiger Maßnahmen angestrebt, von denen die Schaffung barrierefreier Wege eine vorrangige Stellung einnimmt.

Als ein erstes Maßnahmenpaket wird die Verbesserung der Nutzbarkeit für alle Generationen mit der Behebung von Barrieren beantragt.

Es sind 10 Teilabschnitte zur Verbesserung vorgesehen:

1.    Die Zuwegung von der Pinneberger Straße auf einem barrierefreien Gehweg als wassergebundene Wegedecke; derzeit gibt es nur einen schmalen Pfad, der von Rollatoren u. ä. Hilfsmitteln nicht nutzbar ist.

2.    Die Behindertenparkplätze haben derzeit keinen Anschluss an ein barrierefreies Wegenetz; es ist vorgesehen von der Pflanzfläche einen Gehweg abzuteilen.

3.    Die Behindertenparkplätze sollen möglichst nah an ein barrierefreies Wegenetz angeschlossen werden.

4.    Die Straße Rantzau ist aus „Katzenköpfen“ gepflastert; jegliches Queren mit Rollator etc. ist kaum oder nur sehr beschwerlich möglich. Hier soll ein ebener Belag eingepflastert werden. Das Material wird aus gesägtem Natursteinpflaster bestehen, was sowohl dem denkmalgeschützten Ensemble als auch der barrierefreien Nutzbarkeit entgegenkommt.

5.    Entlang der Straße „Rantzau“ ist der wassergebundene Gehweg in der Oberfläche gut befahrbar; Einbauten, die in den Weg ragen, müssen entfernt werden.

6.    Die Brückenübergänge in der Straße „Rantzau“ sind für Rollstuhlnutzer nicht passierbar; damit ist ein Umrunden des Rantzauer Sees für Gehandicapte ausgeschlossen. Hier soll der Gehweg verbreitert werden; als Belag ist eine wassergebundene Wegedecke vorgesehen.

7.    Um auf die Insel zu kommen, sind verschiedene Materialübergänge (z.B. von Natursteinpflaster zu wassergebundener Wegedecke) zu passieren, die angepasst werden müssen um eine Barrierefreiheit zu erreichen. Weiter ist im Bereich vor der Brücke ein Pflaster aus „Katzenköpfen“ vorhanden. Hier ist ein Weg mit ebenem Pflaster vorgesehen, der eine Passage auf die Insel ermöglicht.

8.    Der Hauptweg auf der Insel hat mittig einen sogenannten Wasserträgerweg, der aus unebenem Pflaster besteht; auch hier ist ein barrierefreies Begehen nicht möglich. Die randlichen Klinkerwege sind zu schmal und unsicher für eine Passage mit Rollstuhl oder ähnlichen Hilfsmitteln. Vorgesehen ist in Absprache mit der unteren Denkmalschutzbehörde, den Wasserträgerweg barrierefrei auszubauen.

9.    Der Rundweg auf der Insel, als beliebter Spazierweg, hat an diversen Stellen Materialübergänge von Natursteinpflaster zu wassergebundener Wegedecke, die ausgeglichen werden müssen.

10.  An dem Rundweg auf der Insel sind Ruheplätze gelegen, die z.T. kein Pflaster haben und z.T. grobes Natursteinpflaster. Hier ist eine Anrollbarkeit zu den Bänken nötig und auch Bänke die Gehandicapte das eigenständige Wiederaufstehen ermöglichen.

Ziel der Maßnahme 1 ist die Barrierefreiheit vom Parkplatz auf die Schlossinsel herzustellen, um auch künftig ein attraktives Ausflugsziel im Auenland zu sein, unabhängig davon wie eine Besuchergruppe zusammengestellt ist.

Die Schlossinsel Barmstedt soll ein Ziel für Alle sein.

Projektdetails

  • Antragsteller: Stadt Barmstedt
  • Trägerschaft: Öffentlich
  • Projektkosten (Euro): 126.331,00
  • Fördersumme (Euro): 58.388,28
  • Zeitraum: 01.10.2012-31.12.2013

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